Die Mitgliedsländer der Europäischen Union haben sich für ein Milliardenpaket für den Umweltschutz durchringen können. Ein Großes Thema sei der Bau der dringend erforderlichen Deiche zum Schutz vor Überschwemmungen in Krisenregionen. Aber auch anderen Maßnahmen. Der deutsche Anteil der festgelegten Summe für dem Umweltschutz bis 2012 wird auf 420 Mio. Euro beziffert. Eine Beteiligung anderes Staaten außerhalb der EU ist derzeit noch offen. Laut Bundesregierung benötigen alleine die Entwicklungsländer 21 Mrd. Euro um den Kampf gegen die Folgen des Klimawandels erfolgreich führen zu können.
Großbritannien verpflichtet sich, in den nächsten drei Jahren 1,3 Milliarden Euro zum Klimaschutz beizutragen. Deutschland und Frankreich geben jeweils rund 1,2 Milliarden. Auf lange Sicht werde nach Ansicht der Bundesregierung für den Klimaschutz in den Entwicklungsländern sehr viel mehr Kapital gebraucht. Die EU rechnet ab 2020 mit ca. 100 Milliarden Euro pro Jahr.
Trotz der Krise boomt die Energie- und Umwelttechnik und mit ihr die Wasserkraftbranche unbeirrt, stellte die Fachzeitschrift „Produktion“ fest. Die Sorge vor der anhaltenden globalen Erwärmung treibt weltweit Regierungen dazu, CO2freie Stromgewinnung unter anderem auch durch Wasserkraft zu fördern. Die Nachfrage wird ebenso durch den immer größer werdenden Anteil der Windenergie in den Stromnetzen begünstigt. Die durch unterschiedliche Windstärken hervorgerufenen Leistungsschwankungen könnten z. B. durch Wasserkraft ausgeglichen werden. Hierfür sind Modernisierungen und Kapazitätssteigerungen an den bestehenden Wasserkraftanlagen allerdings unumgänglich.
Hamburg. Wie das Konsortium von EWE, E.ON und Vattenfall, die Deutsche Offshore- Testfeld und Infrastruktur GmbH (DOTI) meldete, wurde am 16.11.2009 „Alpha Ventus“, der erste deutsche Offshore-Windpark 45 Kilometer nördlich von Borkum in der Nordsee fertiggestellt. Die reine Bauzeit für den zwölfköpfigen Wind-Turbinen-Park betrug sieben Monate. Die einzelnen Anlagen haben eine Nennleistung von je fünf Megawatt.
Bereits seit August wird von den ersten drei Turbinen des „Alpha Ventus“ Strom in das deutsche Stromnetz eingespeist. Auch wenn mit 250 Millionen Euro der Bau nicht ganz billig war, nach Fertigstellung des letzten Windrades ist „Alpha Ventus“ in der Lage, jährlich 50.000 Haushalte mit Strom zu versorgen.