Die Diskussion um die Kürzung der Förderung für Solaranlagen sowie die gleichzeitige Erhöhung der Strompreise bei vielen Stromversorgern werden sehr gerne die erneuerbaren Energien genannt, um die steigenden Kosten zu rechtfertigen. Entgegen dieser Brandmarkung wird jedoch immer deutlicher, dass erneuerbare Energien nur einen sehr geringen Anteil an der ständigen Erhöhung der Strompreise tragen. Die Prognose der Stromwirtschaft zeigt deutlich, dass die Umlage betreffend des Ausbaus erneuerbarer Energien im aktuellen Jahr nur 2 Cent pro Kilowattstunde beträgt. Dies bedeutet, im Vergleich zum Vorjahr (2009), lediglich einen Anstieg von 0,9 Cent.
Lt. Björn Klusmann, Geschäftsführer des Bundesverbands Erneuerbare Energien, kommt die höhere Umlage vor allem durch drei Faktoren zustande: Die Zahl der Anlagen für erneuerbare Energien wächst stetig, was eindeutig positiv für den Standort Deutschland ist. Durch diesen Zubau würden 0,3 Cent Erhöhung je Kilowattstunde entstehen. Der zweite Faktor entsteht durch die rückläufige Stromnachfrage. Diese ist rückläufig, da auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Situation der Börsenpreis für Strom eingebrochen ist, wodurch Differenzkosten zwischen Ökostrom und konventionellem Strom entstehen, die auf den Verbraucher umgelegt werden. Das letzte Drittel ergibt sich schließlich aus den Kosten für Netzdienstleistungen, die bis Ende 2009 Teil der Nutzungsentgelte waren.
In Emden, genauer gesagt auf dem Werksgelände von VW, wurde die mit Abstand leistungsfähigste Windenergieanlage der Welt offiziell eingeweiht. Die jährlich ca. 20.000.000 Kilowattstunden erzeugende Megaanlage mit der Typenbezeichnung E-126 wird durch die Stadtwerke in Emden betrieben. Sowohl der Oberbürgermeister aus Emden als auch der Vorstand von VW gaben den Startschuss für die Inbetriebnahme der Windenergieanlage. Ziel dieser Strategie ist die Erschaffung einer so genannten „Blue Factory“. Der Effekt, der durch diesen Plan erreicht werden soll, ist eine absolut CO2-neutrale Produktionsanlage.
Der VW-Konzern legt wert auf ein ökologisch nachhaltiges Wachstum und die Errichtung solcher Windenergieanlagen ist eine der Säulen auf dem Weg zu einer absoluten Umweltverträglichkeit der Produkte. Wie bereits erwähnt, ist die Windenergieanlage E-126 aktuell die leistungsstärkste ihrer Art. Die Nennleistung wird mit 6.000 Kilowattstunden angegeben und soll eine Jahresproduktion von 20.000.000 Kilowattstunden erreicht werden. Damit deckt diese einzelne Anlage bereits den Strombedarf von über 5.000 Haushalten. Mittlerweile wurden 11 Windenergieanlagen in der Region Emden platziert. Ziel ist, künftig den Windenergiepark weiter auszubauen. Dies beinhaltet nicht nur die Errichtung weiterer, neuer Anlagen sondern auch die Modernisierung bzw. den Austausch älterer Modelle durch neue.
Nicht unerwähnt darf bleiben, dass der VW Konzern in Emden nicht nur auf Windenergie baut, sondern auch Sonnenenergie und Strom aus Biomasse nutzt. Dies beeindruckt umso mehr, wenn diese Pläne auch für andere Konzerne interessant werden.
March 12, 2010 Tags: Emsland, Energiepreise, Nordseewind, Offshore-Windparks, ostfriesisch, Raumordnungsverfahren, regenerativen Energiepool, Sparkase, Stromerzeugung, Stromerzeugung aus Solarenergie, Umspannwerk.
Im Emsland soll künftig Strom, der aus Nordseewind gewonnen wird, eingespeist werden. In Heede, das eine Gemeinde bei Dörpen ist, wird höchstwahrscheinlich ein zusätzliches Umspannwerk errichtet werden. Diese Informationen gaben die Gemeinde und der Landkreis Emsland bekannt. Das bestehende Umspannwerk habe nicht genügend Kapazitäten, um Strom aus allen auf See geplanten Offshore-Windparks aufnehmen zu können. Derzeit trägt das Umspannwerk im ostfriesischen Diele, welches bei Weener liegt, die bisher zugeführte Stromlast.
Die zuständigen Behörden gaben bereits bekannt, dass sowohl die Plan- als auch Raumordnungsverfahren zügig voran getrieben werden sollen, damit eine Realisierung dieses Projekts schnell möglich wird. „Aufgrund der zu erwartenden Strommenge wäre ein zusätzliches Umspannwerk eine sehr gute Investition in die Zukunft“. Dies ließen offizielle Stellen verlautbaren. Energie aus Windkraft ist eine der Stützen im regenerativen Energiepool. Für die Zukunft bedeutet dieses Projekt einen weiteren Schritt in Richtung Unabhängigkeit vom Öl.
Neben der Stromerzeugung aus Solarenergie und Wasserkraft ist Windkraft die dritte feste Größe innerhalb der wirtschaftlichen regenerativen Energieerzeugung. Für Verbraucher bedeutet dies, dass der Umstieg auf diesen Öko-Strom langfristig für eine Senkung der Energiepreise sorgen soll, da Wind zu jeder Zeit zur Verfügung steht.
Unilever Deutschland setzt kompromisslos auf die regenerativen Energien. Mit der ganz neu gebauten Zentrale des Unternehmens innerhalb der Hamburger HafenCity und allen neun Produktionsstätten in Deutschland bezieht Unilever Deutschland seinen Strom aus diesem alternativen Energieträger. Durch Strom aus Wasserkraft konnte das Unternehmen, zu dem die Töchterfirmen Langnese, Knorr und auch Dove gehören, seine CO2-Emissionen um rund 60.000 Tonnen jährlich senken. Unilever Deutschland plant weitere Maßnahmen, um den Schadstoffausstoß noch weiter senken zu können.
Neben solchen Erfolgsmeldungen sollten auch klare Fakten offengelegt werden, damit der wirkliche Nutzen aus regenerativen Energien wie Wasserkraft erkennbar wird. Weltweit ist Wasserkraft mit einem Gesamtanteil von rund 17% die eindeutig bedeutendste regenerative Energiequelle für die Stromerzeugung. Der größte Vorteil der Wasserkraft zur Stromerzeugung liegt in der konstanten Verfügbarkeit. Hinzu kommt der enorm hohe Wirkungsgrad und darüber hinaus die Fähigkeit, Energie speichern zu können.
Wie wichtig Umweltschutz für dieses Unternehmen ist, zeigt sich nicht nur durch die Nutzung von Wasserkraft als Energielieferant. Auch die Verringerung an Masse im Bereich der Produktverpackungen soll ermöglicht werden. Durch die Senkung des Wasserverbrauchs und die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft soll künftig noch mehr für den Erhalt der intakten Umwelt getan werden.