Der aktuelle Stand der Photovoltaik-Förderung

Derzeit berichten die Medien immer wieder über die Kürzung der Photovoltaik-Förderung. Viele Menschen gewinnen den Eindruck, Solarstrom zu erzeugen, lohne sich nicht mehr. Weit gefehlt, denn noch immer ist eine Photovoltaik-Anlage eine gute und zukunftsweisende Investition. Und die rechnet sich auch unter den neuen Bedingungen. Nach der Novellierung des EEG (Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien) im Jahre 2004 haben sich die Rahmenbedingungen für die regenerativen Energieträger deutlich verbessert. Beim Solarstrom wurde die Einspeisevergütung auf die Dauer von zwanzig Jahren festgeschrieben. Wer also seine Anlage in diesem Jahr installiert, erhält bis 2030 von seinem Stromversorger den zum Laufzeitbeginn festgelegten Tarif. Die Vergütungssätze pro eingespeister Kilowattstunde variieren je nach Leistung und Typ der Anlage.

Die aktuellen Vergütungssätze (Stand vom 1. Juli 2010)

Bei einer Dachanlage bis 30 Kilowatt beträgt die Vergütung 32,88 Cent. Zwischen 30 und 100 kW wird die Kilowattstunde mit 31,27 Cent vergütet. Ab 100 kW gibt es 29,59 Cent, und bei großen Dachflächen und einer Leistung von mehr als einem Megawatt (entspricht 1000 kW) sind es immerhin noch 24,67 Cent. Für die Erzeugung von Solarstrom auf Freiflächen werden 24,17 Cent, auf Konversionsflächen 25,30 Cent pro Kilowattstunde gezahlt. Keine Vergütung erhält man lediglich auf landwirtschaftlichen Freiflächen. Diese werden auf andere Weise subventioniert. Wer seinen Strom selbst verbrauchte, etwa für die hauseigene Sauna, ging bislang leer aus. Das ändert sich nun. Nutzt man vom erzeugten Solarstrom bis 30 % selbst, kriegt man dafür 20 Cent pro Kilowattstunde. Zusammen mit den gesparten Stromkosten von durchschnittlich 22 Cent, ergibt das einen Wert von 42 Cent/kWh, der damit sogar höher liegt als die Einspeisevergütung selbst. Die 30% Klausel ist lediglich eine Option, die man jederzeit ändern kann.

Solarstrom rechnet sich für den Geldbeutel und die Umwelt

Die Einspeisevergütung ist nur eine Seite der Photovoltaikförderung. Der zweite Aspekt betrifft die Finanzierung der Anlage. Hierzu kann man günstige Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederbau beantragen. Deren Kredite bieten lange Laufzeit und niedrige Zinsen. Die Finanzierungssicherheit ist ein großes Plus in Zeiten, wo die Auswirkungen der Bankenkrise noch spürbar sind. Auf diese Weise rechnet sich die Investition doppelt, gerade bei den derzeit steigenden Preisen für Öl und Gas. Um gegen eventuelle Ausfälle der Anlage gewappnet zu sein, empfiehlt es sich in jedem Fall eine Photovoltaik-Versicherung abzuschließen. Wenn man dazu noch den alten Heizkessel ersetzt und das Dach dämmt – auch hierfür gibt es zinsgünstige Kredite bzw. Fördermittel – wird man bald durch niedrige Energiekosten belohnt. Die investierten Mittel stellen somit eine rentable Geldanlage dar und dienen auch noch dem Umwelt- und Klimaschutz.